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Naturschutzgebiete

 

 
 
Weitere Regionale Informationen

 
www.schwanau.de
 
www.kappel-grafenhausen.de
 
www.neuried.net
 
www.meissenheim.de
 
www.xfaweb.baden-wuerttemberg.de/nafaweb/
 
www.stadtplan.net

Natur zwischen Schwarzwald und Oberrhein
 
Die Region zwischen Schwarzwald und Oberrhein zählt zu den am dichtesten besiedelten Gebieten in Deutschland. Dennoch findet man in der Region faszinierende Naturlandschaften und eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Und manchmal verspürt man sogar einen "Hauch von Wildnis" inmitten einer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft.

Wenn Sie sich für die Natur in der Region interessieren, dann empfehle ich Ihnen auch meine Naturserie. Sie finden darin Wissenswertes rund um die Natur am Oberrhein.

 
Dem Lauf der Sonne folgend...

Osten
In nur wenigen Kilometern Entfernung erhebt sich der Schwarzwald als höchstes Mittelgebirge Deutschlands. Der Feldberg als höchster Schwarzwaldberg ist mit 42 km² zugleich das größte Naturschutzgebiet Baden-Württembergs und erstreckt sich im Südschwarzwald auf Höhenlagen bis zu 1493 m. Aufgrund seiner ganz besonderen klimatischen Bedingungen gilt er als subalpine Insel mit eigener Tier- und Pflanzenwelt.

Der Nordschwarzwald zeigt eine andere, aber nicht weniger interessante Naturlandschaft. Hochmoore und dunkle Wälder prägen hier das Bild. Als eines der Highlights ragt der Schliffkopf mit seiner unbewaldeten Bergkuppe hervor und bietet atemberaubende Ausblicke. Als höchste Erhebung des nördlichen Schwarzwaldes ist auch die Hornisgrinde jederzeit einen Besuch wert.

Die Höhenzüge des Nordschwarzwald sind in weiten Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die letzte Eiszeit hat Gletscherkessel, Karseen und Hochmoore hinterlassen, welche in den Naturschutzgebieten noch heute zu sehen sind. Mit bis zu 1000 Metern Höhenunterschied fällt die Westseite des Nordschwarzwald steil in den Oberrheingraben ab. Zahlreiche Bach- und Flussläufe bahnen sich ihren Weg Richtung Rhein durch tief eingeschnittene Täler. Der Naturpark Schwarzwald Nord/Mitte ist mit 375 000 Hektar Deutschlands größter Naturpark.
 

Panoramablick über den Nordschwarzwald Herbstnebel im
Schwarzwald
Grindenvegetation
am Schliffkopf
 
Süden
Direkt an der Gemeindegrenze von Schwanau beginnt das Naturschutzgebiet Taubergießen. Es zählt zu den letzten ursprünglichen Lebensräumen für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Das Naturschutzgebiet umfasst auf einer Fläche von 1682 Hektar eine wasserreiche Auenlandschaft wie sie nur noch an wenigen Stellen entlang des Rhein zu finden ist. Denn die Rheinkorrektur im 18. Jahrhundert führte zur Austrocknung der Auenlandschaft am Oberrhein - einer der artenreichsten Lebensräume Europas ging verloren. Bedingt durch verschiedene Faktoren blieb im Taubergießen jedoch eine recht ursprüngliche Auenlandschaft erhalten. Das Gebiet ist ein bedeutender Überwinterungsplatz für zahlreiche Wasservögel und gleichzeitig Brutgebiet für viele seltene Vogelarten. 230 Vogelarten, 40% aller mitteleuropäischen Schmetterlingsarten sowie 60% aller Libellenarten kommen hier vor. Das Naturschutzgebiet Taubergießen und das südlich angrenzende Naturschutzgebiet Rheinniederung Wyhl-Weisweil verfügen über den größten, zusammenhängenden Eisvogelbestand in Mitteleuropa.
 
Einige Kilometer weiter in Richtung Süden erhebt sich der Kaiserstuhl als ein Vulkangebirge mit einer bis zu 557 m hohen Kuppenlandschaft. Als wärmste Region Deutschlands wird das Bild vom Weinanbau geprägt. Das fast mediterrane Klima ist ein idealer Lebensraum für wärme liebende Pflanzen und Tiere. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Orchideen sowie das Vorkommen von Gottesanbeterin, Bienenfresser und Smaragdeidechse.
 
Oberrhein bei
Schwanau-Nonnenweier
Schwäne und Wildgänse
in den Rheinauen
Fischerkähne im
Taubergießen
 
Westen
Verlässt man Schwanau in westlicher Richtung, gelangt man in wenigen Minuten an das Rheinufer und somit an die Grenze zu Frankreich. Im Elsass liegt das Große Ried "Le Grand Ried". Der Landstrich erstreckt sich von Straßburg bis Colmar und wird vom Rhein sowie dem Fluss Ill begrenzt. Durchzogen von zahlreichen Bächen und Kanälen wird das wasserreiche Gebiet durch Feuchtwiesen, Felder und Bruchwälder gekennzeichnet. Das Große Ried ist in weiten Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
 
Weiter im Westen ragen die Vogesen empor. Mit dem Grand Ballon als höchstem Berg bieten die Vogesen eine vielfältige Landschaft mit ausgedehnten Wäldern, Gletscherseen, tief eingeschnittenen Tälern und weitläufigen Hochplateaus.
 
Rheinebene mit Vogesen
im Hintergrund
Auwälder auf beiden
Seiten des Rhein
Smaragdeidechse am
Kaiserstuhl
 
Norden
Dem Rheinlauf in Richtung Norden folgend, finden sich zahlreiche kleinere Naturschutzgebiete entlang des Rhein. Auenwälder und Offenlandschaften wechseln sich ab. Unzählige stillgelegte Baggerseen, verschlungene Altrheinarme und die Mündungsgebiete der Schwarzwaldflüsse bieten wertvolle Lebensräume.
 
Naturschutzgebiet mit
weitläufigen Feuchtwiesen
Felder mit blühendem Klatschmohn Zahlreiche Baggerseen
entlang des Oberrhein

 

Dieser virtuelle Ausflug zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der Region. Allein im Regierungsbezirk Freiburg gibt es rund 250 Naturschutzgebiete mit unterschiedlichstem Charakter. Und gerade diese Vielfalt an unterschiedlichen Naturräumen macht die Region so interessant.

 
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